Willkommen auf unserer Seite!

Hier findet ihr zukünftig Informationen rund um unsere Arbeit im Senat der JLU Gießen. Wir, die Senatsliste "Für Solidarität und freie Bildung", setzen uns bewusst für eine transparente Hochschulpolitik ein. Daher möchten wir diese Plattform nutzen, um euch nicht nur auf dem Laufenden zu halten, sondern euch auch die Möglichkeit zu bieten, mit uns Kontakt aufzunehmen. Für Anregungen, Wünsche und Fragen zur Senatsarbeit oder bei Problemen und Schwierigkeiten in verschiedenen Bereichen eures Studiums stehen wir gerne zur Verfügung.

solidaritaetundfreiebildung@gmx.de

Sonntag, 6. Januar 2013

Wahlstatement 2012/13

Wahlstatement der Senatsliste 
„Für Solidarität und freie Bildung!“

Die Senatsliste „Für Solidarität und freie Bildung!“ setzt sich aus Studierenden verschiedener Fachbereiche zusammen. Im Gegensatz zu manch anderen studentischen Listen sind wir nicht parteigebunden. Wir sind, neben unserem Engagement in der universitären Selbstverwaltung, auch in der Studentischen aktiv. Seit 2011 sind wir nun durchgängig mit unserer Liste im Senat und den dazugehörigen Kommissionen, wie der Senatskommission Studiengänge und der QSL-Z Kommission vertreten. Verantwortungsvolle Gremienarbeit bedeutet für uns eine gute inhaltliche Vorbereitung der entsprechenden Sitzungen, eine kontinuierliche Teilnahme und aktive Mitarbeit sowie eine transparente Offenlegung der dort behandelten Themen und Ergebnisse.

Wir fordern ein neues Hessisches Hochschulgesetz (HHG), in dem den Studierenden mehr Vertreter_innen in allen wichtigen Gremien, wie dem Senat und den Fachbereichsräten, zugesprochen werden. Wir lehnen einen "Hochschulrat" ab, dem nur Mitglieder außerhalb der Universität angehören und der in irgendeiner Form Einfluss auf die Entscheidungen des Senats hat.

Unserer Auffassung nach muss es für jeden Menschen, unabhängig seiner finanziellen Mittel, jederzeit möglich sein einen freien Zugang zu Bildung oder Weiterbildung zu erhalten. In Zeiten von G8/G9 (doppelte Abiturjahrgänge) ist es wichtig, dass das Land Hessen seinen Hochschulen ausreichend  finanzielle Mittel zur Verfügung stellt, um das Mehr an Studierenden bewältigen zu können. Den hessischen Hochschulpakt, den das Präsidium der JLU unter Druck der Landesregierung mitgetragen hat, und der de facto eine Mittelkürzung darstellt, lehnen wir entschieden ab. Die ohnehin untragbaren Zustände an der JLU, insbesondere in Massenveranstaltungen, werden durch den Hochschulpakt noch verschärft.

Wir lehnen eine Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen ab. Diese entmündigt nicht nur Studierende, sondern missachtet auch, dass sie verschiedene Lernstrategien verfolgen. Zudem fordern wir weiterhin, dass Studierende, sowohl in Bachelor- als auch in Master-Studiengängen, die Möglichkeit haben, Modulnoten aus der Endnotenberechnung auszuklammern. Wir halten nach wie vor an einer Umsetzung dieser Forderung fest, da es nicht sein kann, dass Studierende ab Studienbeginn mit einem enormen Leistungsdruck konfrontiert werden, weil jede erbrachte Note über eine Masterzulassung entscheidet, oder eben nicht. Gerade in Zeiten, in denen der Durchschnitt für eine Zulassung zu einem Masterstudium von 3,0 auf 2,6 angehoben wurde müssen Studierende entlastet werden. Hierbei sehen wir in vielen Fachbereichen dringenden Handlungsbedarf. 

Wir lehnen die Streichung von Studiengängen aufgrund der prekären Haushaltslage der Fachbereiche ab. Es sollte nicht sein, dass Studierende die Auswirkungen einer schlechten universitäre Planung tragen müssen.

Zwar gibt es in Hessen keine allgemeinen Studiengebühren mehr, jedoch werden für eine geringe Anzahl international angelegter Masterstudiengänge derartige Gebühren von der Universität Gießen in erheblichen Ausmaß erhoben. Dies halten wir für einen unsäglichen Zustand.
Weiterhin sehen wir die Erhebung sogenannter Verwaltungsgebühren, wie sie von der Universität ohne jegliche Angabe über ihre Verwendung zu jedem Semester verlangt werden kritisch. Wir fordern daher einen transparenten Umgang mit der Verwendung dieser Verwaltungsgebühren!

Werbung und Anwerbung sind alltäglich geworden an unserer Universität. Großflächige Plakate an exklusiven Stellen locken mit studierendenspezifischen Angeboten, Aufsteller und regelrechte Werbealtäre prangen vor den Hörsälen. In universitären Vorbereitungsseminaren für Arbeitsmarkt und Bewerbung dozieren Vertreter_innen großer Konzerne und laden gleich mal ein bei ihnen ein Praktikum zu absolvieren, sogenannte Headhunter bauen überall ihre informellen Karrierenetzwerke aus. Wir möchten durch Anfragen die Einnahmen durch und Vergabepraxis bei Werbetafeln und die offensichtliche Kooperation mit privaten Unternehmen bei der Lehre vorallem im Rahmen des ZfbK durchsichtig machen.

Wir setzen uns weiterhin für die Einführung einer Zivilklausel, also einer universitären Selbstverpflichtung zur Ausschließlich friedlicher und ziviler Forschung an der JLU ein.

Obwohl der erste Versuch scheiterte eine solche Klausel in die Grundordnung der JLU einzufügen, finden wir es wichtig dieses Thema aktuell zu halten und durch Anfragen, Vorschläge und das Hinwirken auf eine Neuverhandlung, letztlich die Einführung einer solchen Friedensverpflichtung durchzusetzen.
Verbunden mit einer solchen Forderung verlangen wir die Offenlegung sämtlicher drittmittelfinanzierter Forschung und Lehre (Stiftungsprofessuren, wissenschaftliches Personal) beziehungsweise die zentrale Erfassung und Einsicht in Auftraggeber_innen, Inhalte und zu Verfügung gestellter Geldmittel. Geheimhaltung, Intransparenz und Mitbestimmung von Inhalten und Veröffentlichungen durch die Auftraggeber_innen widersprechen sowohl grundlegenden Ansprüchen der Wissenschaftlichkeit als auch der Grundgesetzlich verbrieften Recht auf Freiheit von Forschung und Lehre. Auch wird dadurch ein bedeutender Teil der Universität demokratischer Einsicht und Kontrolle entzogen. Insgesamt wollen wir die Praxis der immer weiter fortschreitenden Finanzierung von Studium, Lehre und Forschung durch Drittmittel in Frage stellen.

Derzeit gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Hochschulrankings, welche Universitäten zueinander in Konkurrenz setzen. So begünstigt eine hohe Position im Ranking die Hochschulen bei der Vergabe zusätzlicher Fördermittel. Diesen Umstand lehnen wir ab und fordern den Ausstieg der Universität Gießen aus derartigen Rankings.

Immer öfter werden im Senat Listen von Berufungskommissionen durch gestimmt, die in den Fachbereichen im Schnellverfahren zusammengestellt wurden. Mitunter werden sogar „Listen“ eingereicht, auf denen nur eine Person zur Berufung auf eine Professur vorgeschlagen ist. Dies führt dazu, dass es keinen Wettbewerb zwischen verschiedenen Bewerber_innen gibt. Zudem ist es meist fraglich, ob bei diesem Tempo ein Mindestmaß an Mitbestimmung gewährleistet ist. Wir stehen diesem „Hau-Ruck-Prinzip“ ablehnend gegenüber.

Die Vergabekommission für die QSL-Mittel (QSL=Qualitätssicherung der Lehre) hat in den vergangenen Jahren entschieden, den Fachbereichen in hohem Maß die Mittel zu kürzen. Dies führte zu einer Verschlechterung der Lehre. Wir setzen uns auch weiterhin für eine stärkere Finanzierung und Autonomie der Fachbereiche ein.

Das „Präsidium der offenen Türen“, wie es sehr oft propagiert wird, lehnen wir ab. Dies führte nicht zu mehr Demokratie, sondern lediglich dazu, dass wichtige Gespräche nicht in den demokratisch legitimierten Gremien, sondern im Hinterzimmer geführt wurden. Das Präsidium konnte so die unterschiedlichen Akteure gegeneinander ausspielen. Wir fordern, dass Diskussionen wieder im Senat geführt werden.

Uns ist bewusst, dass Studierende, aufgrund der Stimmenverteilung im Senat, alleine keine Entscheidungen treffen können. Deshalb arbeiten wir auch mit anderen Statusgruppen solidarisch zusammen und berücksichtigen bei Entscheidungen auch die Meinung anderer Mitglieder der studentischen und universitären Selbstverwaltung.

Für Fragen und Anregungen meldet Euch bitte unter: 
SolidaritaetundfreieBildung@gmx.de

Freitag, 27. April 2012

Modulklammer für Bachelor und Master erneut in weite Ferne gerückt

Mit Bestürzung und Wut nimmt die Senatsliste „Für Solidarität und freie Bildung!“ das Votum des Senats zur allgemeinen Ausklammerung von Modulen in Bachelor- und Masterstudiengängen an der JLU Gießen wahr. Auf der Sitzung vom 25.04.2012 sollte über den Vorschlag zur so genannten „Modulklammer“ abgestimmt werden, der allen Studierenden in Bachelor- und Masterstudiengängen die Möglichkeit eröffnet hätte, einen Teil der während des Studiums zu erbringenden Prüfungsleistungen am Ende des Studiums aus der Endnotenberechnung auszuklammern. Hierfür wurde das Präsidium in der Februarsitzung des Senates beauftragt, für die gestrige Sitzung einen Entwurf vorzubereiten, der sowohl vom Senat als auch von den Studierenden getragen werden könne. Auf den vorgelegten Entwurf wurde während der Sitzung inhaltlich kaum eingegangen. Stattdessen wurde die Debatte auf einen rechtlich nicht bindenden Vorschlag der Erarbeitung einer „Kann“-Regelung gelenkt, welche den Fachbereichen die Möglichkeit eröffnet, weiterhin nichts zur Verbesserung der Studierbarkeit tun zu müssen. In der Debatte wurde klar ersichtlich, dass nach wie vor das Grundprinzip einer „Modulklammer“ seitens der ProfessorInnenschaft immer noch nicht verstanden wurde.

Weiterhin wurde angeführt, dass es ja bereits in vielen Fachbereichen Regulierungen zur Verbesserung der Studiensituation gäbe, was faktisch nicht oder nur in Teilen der Wahrheit entspricht: So haben bislang nur 12 von insgesamt 75 modularisierten Studiengängen eine mehr oder minder regulierte Entlastung; eine „echte“ Ausklammerung von Modulen ist nur in einer handvoll Studiengängen vorhanden. Die Implementierung einer „Kann“-Regelung wird auch daran nichts ändern, da während der Sitzung ersichtlich wurde, dass die Einführung einer Modulklammer seltenst im Interesse der Verantwortlichen in den Fachbereichen liegt. Ad absurdum wurde die Debatte durch den Vorschlag geführt, indem die Modulklammer erneut zurück in die Senatskommission Studiengänge verwiesen wurde, welche sich bislang durchweg negativ zu ihr positioniert hatte. In der Vergangenheit kamen in der Senatskommission mehrfach Kritikpunkte zur Umsetzbarkeit („zu aufwändig“) zur Sprache, die inhaltliche Auseinandersetzung wurde stets vermieden.
„Die Abstimmung über eine weiche Willensbekundung hat gezeigt, dass keine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Sorgen und Forderungen der Studierenden gesucht wird. Nur die drei studentischen Senatsmitglieder haben gegen den Antrag gestimmt, da hier klar das Scheitern einer allgemeingültigen Regel beschlossen wurde.“ so Ina Jendriczka, Senatorin der Senatsliste „Für Solidarität und freie Bildung!“

 „Es ist traurig, dass in keinster Weise auf die durch die Bologna-Reform ausgelöste Überregulierung in den modularisierten Studiengängen eingegangen wird. Das schon früher auch von den Zuständigen kritisierte 'Jede Note zählt'-Prinzip hätte durch eine für alle Fachbereiche verbindliche Ausklammerungsregelung abgemildert werden können. Nun sind die Studierenden nach wie vor der Willkür der Mehrheiten im jeweiligen Fachbereichsrat ausgeliefert.“ so Lucas Proehl, Mitglied im Erweiterten Senat für die studentische Senatsliste.

Der positive Zulauf der öffentlichen Sitzung seitens der Studierendenschaft hat jedoch ganz klar gezeigt, dass das Interesse an einer Modulklammer weiterhin besteht, und sollte für die Verantwortlichen in den Fachbereichen als Signal verstanden werden, Studiengänge studierbarer zu gestalten. „Es hat uns sehr erfreut, dass es trotz verkürzter Regelstudienzeiten und steigendem Leistungsdruck viele Studierende gibt, die sich für das Geschehen an der Universität interessieren und auf öffentlichen Sitzungen zu wichtigen hochschulpolitischen Entscheidungen ihren Standpunkt vertreten. Dies bestärkt uns in unserem Bestreben, die Situation in unserem studentischen Alltag zu verbessern!“ so Jendriczka abschließend.


Sonntag, 8. Januar 2012

Wahlprogramm der Senatsliste „Für Solidarität und freieBildung!“

Die Senatsliste „Für Solidarität und freie Bildung!“ setzt sich aus Studierenden verschiedener Fachbereiche zusammen. Im Gegensatz zu manch anderen studentischen Listen sind wir nicht parteigebunden. Wir sind, neben unserem Engagement in der universitären Selbstverwaltung, auch in der Studentischen aktiv. Da wir oftmals den Eindruck gewonnen haben, dass die studentischen VertreterInnen sowohl die Sitzungen des Senats als auch die anderer Gremien, wie beispielsweise der Senatskommission Studiengänge, nur unzureichend vorbereiten und begleiten, entschieden wir uns dazu, 2010/2011 erstmalig selbst zur Wahl anzutreten.

Verantwortungsvolle Gremienarbeit bedeutet für uns eine gute inhaltliche Vorbereitung der entsprechenden Sitzungen, eine kontinuierliche Teilnahme und aktive Mitarbeit sowie eine transparente Offenlegung der dort behandelten Themen und Ergebnisse.
Unserer Auffassung nach muss es für jeden Menschen, unabhängig seiner finanziellen Mittel, jederzeit möglich sein einen freien Zugang zu Bildung oder Weiterbildung zu erhalten.

In Zeiten von G8/G9 (doppelte Abiturjahrgänge) ist es wichtig, dass das Land Hessen seinen Hochschulen ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stellt, um das Mehr an Studierenden bewältigen zu können. Den hessische Hochschulpakt, den das Präsidium der JLU unter Druck der Landesregierung mitgetragen hat, und der de facto eine Mittelkürzung darstellt, lehnen wir entschieden ab. Die ohnehin untragbaren Zustände an der JLU, insbesondere in Massenveranstaltungen, werden durch den Hochschulpakt noch verschärft.

Wir lehnen eine Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen ab. Diese entmündigt nicht nur Studierende, sondern missachtet auch, dass sie verschiedene Lernstrategien verfolgen. Zudem fordern wir, dass Studierende, sowohl in Bachelor- als auch in Master-Studiengängen, die Möglichkeit haben, Modulnoten aus der Endnotenberechnung auszuklammern. In einer Urabstimmung der Studierendenschaft stellte sich eine große Mehrheit hinter diese Forderung.

Immer öfter werden im Senat Listen von Berufungskommissionen durchgestimmt, die in den Fachbereichen im Schnellverfahren zusammengestellt wurden. Mitunter werden sogar „Listen“ eingereicht, auf denen nur eine Person zur Berufung auf eine Professur vorgeschlagen ist. Dies führt dazu, dass es keinen Wettbewerb zwischen verschiedenen Bewerber_innen gibt und untergräbt damit die Qualität der Lehre. Zudem ist es meist fraglich, ob bei diesem Tempo ein Mindestmaß an Mitbestimmung gewährleistet ist. Wir stehen diesem „Hau-Ruck-Prinzip“ ablehnend gegenüber.

Die Vergabekommission für die QSL-Mittel (QSL=Qualitätssicherung der Lehre) hat im letzten Jahr entschieden, dass die Fachbereiche hohe Mittelkürzungen hinnehmen mussten.Dies führte zu einer Verschlechterung der Lehre. Da die Hälfte der Mitglieder der QSL-Kommissionen Studierende sind, zeigt die Entscheidung der Kommission vom letzten Jahr, dass die studentischen Vertretungen offensichtlich kein Interesse an der universitären Lehre hatten. Wir setzen uns für eine stärkere Finanzierung der Fachbereiche ein.

Das „Präsidium der offenen Türen“, wie es sehr oft propagiert wird, lehnen wir ab. Dies führte nicht zu mehr Demokratie, sondern lediglich dazu, dass wichtige Gespräche nicht in den demokratisch legitimierten Gremien, sondern im Hinterzimmer geführt wurden. Das Präsidium konnte so die unterschiedlichen Akteure gegeneinander ausspielen. Wir fordern, dass Diskussionen wieder im Senat geführt werden; denn dazu ist er unter anderem da.

Uns ist bewusst, dass Studierende, aufgrund der Stimmenverteilung im Senat, alleine keine Entscheidungen treffen können. Deshalb arbeiten wir auch mit anderen Statusgruppen solidarisch zusammen und berücksichtigen bei Entscheidungen auch die Meinung anderer Mitglieder der studentischen und universitären Selbstverwaltung.

Für Fragen und Anregungen meldet Euch bitte unter:

SolidaritaetundfreieBildung@gmx.de